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im Stadtigel

24. Feldherpetologische Tage vom 15. bis 17. Mai 2015

 

Die Vorkommen von Kammmolch und Kreuzkröte standen im Mittelpunkt der 24. Feldherpetologischen Tage vom 15. bis 17. Mai 2015 im Raum Zwickau. Sie wurden von Roland Peuschel und Andreas Trautmann organisiert.

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Wasserlache im Lehmabbau Schedewitz mit Kreuzkröten-Nachwuchs - Foto: Andreas Trautmann

 

Die Vorkommen von Kammmolch und Kreuzkröte standen im Mittelpunkt der 24. Feldherpetologischen Tage vom 15. bis 17. Mai 2015 im Raum Zwickau. Sie wurden von Roland Peuschel und Andreas Trautmann organisiert.

Am Abend des ersten Tages besuchten die Teilnehmer den aktiven Lehmabbau in Schedewitz, einem Ortsteil von Zwickau. Trotz relativ kalter Witterung waren einige wenige Rufe der Kreuzkröte zu hören und vier Kreuzkröten auch zu sehen. Später konnten in einer großen Wasserlache, die sich aus LKW-Fahrspuren gebildet hatte, 36 Kammmolche gezählt werden. Die zweite Exkursionsgruppe war am Abend mit Molchfallen in einem ehemaligen Lehmabbau in Steinpleis, einem Ortsteil von Werdau, unterwegs. In einem kleinen Tümpel fingen sie 2 Kaulquappen des in der Region seltenen Laubfrosches.

Am Sonnabend bot sich den 25 Teilnehmern die Gelegenheit, ein Feuersalamandervorkommen im Wilkau-Haßlauer Stadtteil Rosenthal zu erkunden. Im Steilhang der Zwickauer Mulde dienen Schiefertrockensteinmauern Feuersalamandern als Wohnplatz und mehrere kleine Teiche als Laichgewässer. Ein Bestand von geschätzt mehr als 100 Tieren findet hier einen Ersatzlebensraum für einen ehemals vorhandenen talabwärts führenden Bachlauf in Richtung Zwickauer Mulde. Später führte die Tour nochmals zum Lehmabbaugebiet in Schedewitz, wo der Kreuzkrötennachwuchs in einigen Wasserlachen sowie Kamm- und Teichmolche, aber auch Grünfrösche beobachtet werden konnten. Weiter ging es zur Beobachtung des Balzverhaltens von Kleinem Wasser- und Teichfrosch im FND „Weihergebiet Zwickau-Maxhütte“. Im Gebiet leben unter anderem der Kammmolch, streng geschützte FFH-Art, und Teichmolche. Ihre Lebensräume sind die wassergefüllten Senken, die am Ende des 2. Weltkrieges durch die Bombardierung der sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen ehemaligen Basser Flugzeugwerke entstanden.

Wechselkröte in der Kiesgrube Oberwiera - Foto: Andreas Trautmann

Später folgte ein Besuch des FND „Römerteiche“ in Ruppertsgrün, einer von Agrarstrukturen umgebenden, fischereilich genutzten Teichkette. Eine Vereinbarung mit dem Anglerverband zum Verzicht auf die Bewirtschaftung sichert den Kreuzkröten einen kleinen Teich als Reproduktionsgewässer.

Weitere Höhenpunkte waren unter anderem der Besuch der Sandgrube Oberwiera, wo in Pfützen Hunderte von Quappen der Kreuzkröte beobachtet werden konnten und eine Exkursion zu einem der größten Amphibienvorkommen in der Region Zwickau – dem Laichgewässer Schachtstraße. In der benachbarten und bewaldeten Haldenlandschaft eines ehemaligen Steinkohlebergbaus werden bis zu 7.500 Amphibien gezählt, neben Erd- und Knoblauchkröte auch Berg-, Kamm- und Teichmolch.

Andreas Trautmann

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